Klingentalkirche, Innensanierung

Ateliers in der Klingentalkirche

Aufgabenstellung

Das um 1280 begonnene und 1293 geweihte Bauwerk ist als Klosterkirche der Dominikanerinnen errichtet worden und zählt zu den grössten erhaltenen Bettelordenskirchen am Oberrhein. Aufgrund seiner herausragenden architektonischen, kulturgeschichtlichen sowie kunst- und bauhistorischen Bedeutung wurde die nach der Reformation von 1529 schrittweise profanierte Kirche bereits 1915 ins erste Verzeichnis der geschützten Baudenkmäler von Basel aufgenommen. Von der Mitte des 17. Jahrhunderts an wurden im Kirchengebäude zugunsten Lagernutzungen Geschosse eingezogen. Ab 1804 dienten die Klostergebäude mehrheitlich als Kaserne. Die Kirche wurde im Erdgeschoss als Pferdestallung genutzt. Mit dem Neubau der Kaserne 1863 wurde die Kirche als Unterkunft für Soldaten umgebaut und bis in die 1960er-Jahre in dieser Form genutzt.

Im Jahre 1964, noch zu Zeiten der Kasernennutzung, wurde das erste Atelier als Provisorium eingerichtet, nach der Aufhebung der Kaserne 1966 wurden innert kurzer Zeit immer mehr Räume der Ateliernutzung zugeführt. Es entwickelte sich die Ateliergenossenschaft Klingental. Im Jahre 1974 wurde im Erdgeschoss der Ausstellungsraum Klingental integriert.

Mit der Innensanierung der Klingentalkirche wird eine Optimierung der Nutzungsanforderungen angestrebt, bei gleichzeitiger Anpassung und Modernisierung der betrieblichen und haustechnischen Infrastruktur, Sanierung der inneren Oberflächen, Nutzlastertüchtigung, Gewölbesanierung und Ertüchtigung in Bezug auf Sicherheit und Standards. Ein rücksichtsvoller Umgang mit dem bedeutenden Baudenkmal ist dabei eine Grundvoraussetzung.

Die Nutzung der Klingentalkirche wird unverändert der künstlerischen Produktion und der Präsentation von zeitgenössischer Kunst dienen.

Auftraggeber

Einwohnergemeinde der Stadt Basel, vertreten durch Immobilien Basel-Stadt

Termin Beschrieb
2018-2019 Realisierung

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